Probiotika sind lebende Bakterien. Sie können helfen, aber sie müssen den Magen überleben, sich ansiedeln, und ihre Wirkung hält nur so lange an, wie du sie regelmäßig zuführst. Präbiotika gehen einen Schritt weiter: Sie ernähren vorhandene Darmbakterien. Aber auch hier gilt: Was nicht da ist, kann nicht ernährt werden.
Postbiotika funktionieren anders. Sie sind keine lebenden Organismen, die erst aktiviert werden müssen. Sie sind bereits bioaktive Verbindungen und wirken direkt im Darm, unabhängig davon, in welchem Zustand die Darmflora gerade ist.²
Für einen Hund mit strukturell sensiblerem Mikrobiom ist das der entscheidende Unterschied: nicht auffüllen, was fehlt, sondern das Darmmilieu selbst stabilisieren. Die International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) beschreibt Postbiotika als Zubereitungen aus inaktivierten Mikroorganismen oder deren Bestandteilen, die einen gesundheitlichen Nutzen für den Wirt haben können, unabhängig davon, ob lebende Mikroorganismen vorhanden sind.³ Für Hunde, deren Darmflora auf kurzfristige Ansätze nicht dauerhaft anspricht, ist das der entscheidende Hinweis.