Milo war von Anfang an ein empfindlicher Hund. Nicht krank, das haben uns Tierärztinnen und Tierärzte immer wieder versichert. Kein Befund, keine klare Diagnose. Aber auch nie wirklich stabil. Weicher Stuhl, der kam und ging ohne erkennbaren Auslöser. Gelegentliche Blähungen nach dem Fressen. Ein leicht gedämpftes Energieniveau, das ich mir lange schöngeredet habe.
Ich habe alles gemacht, was man macht. Das Futter gewechselt, zuerst auf Monoprotein, dann auf getreidefrei, dann auf Frischfutter. Manchmal wurde es kurz besser. Meistens war nach zwei, drei Wochen wieder alles beim Alten.
Irgendwann habe ich aufgehört, neue Futtermarken zu recherchieren. Ich habe aufgehört, in Foren zu lesen. Ich habe angefangen, mir einzureden, dass Milo eben so ist. Dass es keine Lösung gibt. Nur ein Hund mit empfindlichem Bauch, mit dem man eben lebt.